OSV-Team verabschiedet sich vor eigenem Publikum mit Respekt aus der Saison

Wie schon in der Vorwoche in Limbach-Oberfrohna präsentierte sich am letzten Spieltag eine engagierte als Team auftretende Oberlungwitzer Mannschaft mit einer guten Mischung aus jungen und erfahrenen Akteuren. Dass am Ende eine dennoch recht deutliche Niederlage zu Buche stand, lag an der größeren Cleverness oder je nach Sichtweise auch an dem mangelnden Fairnessverständnisses des Gegners sowie dem fehlenden Glück und der gegen Ende der Partie nachlassenden Kräfte der Einheimischen.

In der ersten Halbzeit bestimmte der Gastgeber das Spiel, während der TSV Sachsen sich in die eigene Hälfte zurück zog und auf Konter lauerte. Nach einigen Halbchancen des OSV gelang den Gästen mit dem nötigen Glück auf ihrer Seite in der achten Minuten der Führungstreffer. Kurz bevor der OSV-Keeper einen weiten Rückpass wieder nach vorn schlagen wollte, sprang der Ball aufgrund eines Platzfehlers noch ein Mal nach oben. Der abprallende Ball kullerte dem TSV-Stürmer direkt vor die Füße, welcher dann keine Mühe hatte den Ball ins leere Tor zu "tragen". Von diesem ersten Rückschlag ließen sich die Oberlungwitzer aber nicht irritieren, zeigten ein frisches Spiel, aber hatten zunächst Probleme mit der Verwertung ihrer Torgelegenheiten. Vielleicht die Schlüsselszene des Matches fand dann in der 21. Minute statt. Nach leichtem Körperkontakt im Strafraum hob TSV-Stürmer Rene Krause theatralisch ab. Der weit entfernt positionierte Schiedsrichter fiel auf diese nach Schema F vorgeführte Schwalbe herein und zeigte auf den Elfmeterpunkt. Diese Chance ließen sich die Gäste nicht entgehen und erhöhten auf 2:0. Nur drei Minuten später erzielte der OSV den Anschlusstreffer, als der gut freigespielte Sirko Frank aus 6 Metern vollendete. Weitere in Folge gute Schussgelegenheiten, unter anderem durch Robin Mühleisen, fanden nicht den Weg ins Tor. Dies bestraften die Gäste in der 34. Minute mit dem Treffer zum 3:1, als die OSV-Defensive erneut nicht eng genug am Mann stand und eine abgefälschte Eingabe im Tor landete. Doch auch hier gab der Gastgeber die richtige Antwort und verkürzte kurz vor der Pause auf 2:3. Der Sachsenkeeper konnte einen Fernschuss von Jonas Cramer nur abprallen lassen und OSV-Stürmer Sirko Frank bedankte sich mit seinem zweiten Treffer.

In der zweiten Halbzeit spürte man beim OSV die nachlassenden Kräfte, wenngleich einige eingewechselte Akteure für Akzente sorgen konnten. Die Feldanteile waren nun ausgeglichener und mit zunehmender Spieldauer wurden die Gäste auch gefährlicher, sodass sie sich mit zwei weiteren Toren (52., 75. Minute) - bei denen die OSV-Abwehr ihre Schwächen offenbarte - den verdienten Erfolg herausarbeiteten.

Am Ende einer schwierigen Saison belegt die zweite Oberlungwitzer Vertretung, die aufgrund personeller Umstrukturierungen so oder so ähnlich nicht noch ein Mal auf dem Platz stehen wird, mit 21 Punkten den vorletzten Tabellenplatz. Aufgrund der Bildung einer Spielgemeinschaft mit Blau-Weiß Gersdorf wird man in der nächsten Spielserie dennoch in der 1. Kreisliga antreten können.

Der OSV spielte mit Steve Mayer, Felix Ster (ab 73. Niclas Zemke), Andreas Weise, Philipp Rother, Jonas Cramer (ab 80. Sascha Helbig), Dominik Bahner, Robin Mühleisen, Thomas Garten, Toni Uhlig, Franz Müller (ab 46. Maximilian Seidel) und Sirko Frank.

Mannschaft gibt die rote Laterne ab

Nach der mehr als deutlichen 0:9-Niederlage am vergangenen Spieltag gegen den SV Fortschritt Glauchau zeigte sich unter der Woche, dass nicht alle Vertreter des Teams die nötige charakterliche Reife besitzen mit dieser schwierigen Situation im Saisonendspurt umzugehen. So stand eine teilweise umstrukturierte und erst in den letzten Stunden vor Anpfiff organisierte Mannschaft auf dem Platz im Limbacher Waldstadion. Gemeinsam war dabei allen Akteuren füreinander und für den Verein alles zu geben. Genau das sah man dann auch in der 90-minütigen Hitzeschlacht. Den Gästen gelang es über weite Abschnitte der Partie die Hausherren von ihrem Strafraum fernzuhalten und mit gezielten schnellen Angriffen für Gefahr vor dem Limbacher Tor zu sorgen. Der Führungstreffer fiel in der 15. Minute, als OSV-Stürmer Sirko Frank nach einer weiten Freistoßflanke unwiderstehlich einköpfte. Danach hatten auch die Gastgeber zwei gute Torgelegenheiten, die OSV-Keeper Steve Mayer aber jeweils hervorragend parieren konnte. Das zweite Tor erzielte im Eins gegen Eins mit dem Torwart erneut Sirko Frank, der von Mittelfeldantreiber Tom Reichel klasse in Szene gesetzt wurde (40. Minute). Nach der Pause sahen die Zuschauer das gleiche Bild: Die Gäste stellten mit großem Kampfeswille die Räume immer wieder geschickt zu, sodass die Limbacher Vertretung nur schwer zu Chancen kam. In der 55. Minute folgte dann der dritte Streich von Sirko Frank, als er im Getümmel am schnellsten reagierte und das Leder ins Tor spitzelte. Nach dem Anschlusstreffer des FSV zum 1:3 in der 74. Minute hatte der Oberlungwitzer SV zwar noch einige brenzlige Situationen zu bewältigen, geriet jedoch nicht mehr ins Wanken. Somit herrschte beim aus der Not geborenen und von Torsten Uhlig organisierten und betreuten Team große Freude über den Sieg und das Verlassen des letzten Tabellenplatzes.

Mit einem Erfolg am letzten Spieltag zu Hause gegen den TSV Sachsen Hermsdorf/Bernsdorf kann nun bei entsprechenden Ergebnissen der direkten Konkurrenten sogar noch der sichere Nichtabstiegsplatz erreicht werden.

Der OSV spielte mit Steve Mayer, Felix Ster, Andreas Weise, Philipp Rother, Jonas Cramer, Toni Uhlig, Tom Reichel, Thomas Garten, Eric Fischer, Torsten Uhlig (ab 46. Marcel Ranglack) und Sirko Frank (ab 56. Dominik Bahner).

Ersatzgeschwächtes Team zieht sich achtbar aus der Affäre

Auch am viertletzten Spieltag der Saison hatte die zweite Vertretung des OSV wieder mit Personalnot zu kämpfen. Nur sieben Spieler aus dem eigentlichen Kader standen zur Verfügung. Dieses Mal sprangen die Alten Herren ein und sorgten dafür, dass man wenigstens mit einem Wechselspieler antreten konnte. Die gesamte Partie über taten die Hausherren mehr fürs Spiel und konnten sich am Ende verdient mit 3:0 durchsetzen. Die Gäste präsentierten sich als Team, in dem jeder für den anderen kämpfte, waren letztendlich spielerisch aber leicht unterlegen. Die Führung fiel in der 22. Minute, als die Meeraner eine gute Kombination erfolgreich abschließen konnten. Davor und danach hatten die Gäste weitere gefährliche Situationen zu bewältigen und sorgten bei zwei Entlastungsangriffen ihrerseits ebenfalls für Torgefahr. Nach der Pause verlief das Match nach dem gleichen Schema. Kurios war dabei, dass der Schiedsrichter gleich drei Elfmeter gegen die Oberlungwitzer verhängte. Während die ersten beiden vertretbar waren, profitierten die Gastgeber bei Strafstoß Nummer drei von einer Schwalbe, die das Schiedsrichterkollektiv leider nicht korrekt ahndete. Dies gab der ansonsten durchaus fairen Partie einen faden Beigeschmack. Da der erste Elfmeter erfolgreich pariert wurde und der Schütze auch den Nachschuss unter Bedrängnis über das Tor setzte blieb das Spiel zunächst spannend. Die weiteren erfolgreichen Strafstöße (58. und 85. Minute) führten dann zur Entscheidung.

Da die beiden Abstiegskampfkonkurrenten der Oberlungwitzer, SG Callenberg und FSV Limbach-Oberfrohna II, ebenfalls klare Niederlagen einstecken mussten, hat der OSV es nach wie vor in der eigenen Hand eine unter den gegebenen Bedingungen sehr schwierige Saison positiv zu beenden.

Der OSV spielte mit Tim Lazarewitz, Ronny Kristleit, Pierre Heydel, Philipp Rother, Robby Biedermann, Marcel Irmscher, Andreas Weise, André Werner, Sascha Helbig, Gabor Lehmann (ab 46. Felix Ster) und Tim Forschner.