SV Tanne Thalheim gegen SG Lichtenstein-Oberlungwitz


Nüchtern betrachtet, schlugen wir uns selbst

Am Sonntag war die SG Lichtenstein-Oberlungwitz in Burkhartsdorf beim SV Tanne Thalheim zu Gast und musste sich nach einem etappenweise spannenden Spiel mit einem Endstand von 19:16 geschlagen geben.

Es war klar, dass es kein einfaches Spiel wird. Zum einen wusste die Mannschaft durch das letzte Spiel um den eigenen ausbaufähigen Angriff, zum anderen kannte man Tannes schnelles Umschalt- sowie Kreisspiel. Auf beides versuchte Soeren Lahr seine Mädels in den Trainings vorzubereiten, doch nicht alles sollte letztendlich gelingen.
Wieder fuhr die SG mit einer voll besetzten Bank zum Auswärtsspiel und musste dennoch auf wichtige Spielerinnen des Aufbaus verzichten. Nichtsdestotrotz sah man dem Spiel konzentriert und entschlossen entgegen. Doch bereits die ersten Spielminuten zeigten, dass es eine schwierige Angelegenheit wird. Zwar stand die Abwehr erneut solide und unterband gekonnt das Kreisspiel des Gegners, konnte über den fahrigen Angriff dieses Mal jedoch nicht hinwegtäuschen, so dass sich Tannes Frauen mit vier Toren auf einen Zwischenstand von 5:1 absetzten.
Das wollte die SG nicht auf sich sitzen lassen, nahm die Ansprache des Trainers in der bewusst gewählten Auszeit ernst und kämpfte sich bis zur Halbzeit auf 8:6 ran.
Die zweite Hälfte musste besser werden, das stand fest. Es fehle das Eins-Eins, die Durchschlagskraft und der Ernst im Abschluss, mahnte der Trainer sein Team in der Kabine. Des Weiteren müsse die Abwehr in letzter Konsequenz decken und die teils schnellen Konter früher stören.

Gesagt, getan, schien es nach den ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit. Die Gäste waren wach und hatten sich über einfache, aber erfolgreiche Spielzüge auf einen Gleichstand von 9:9 herangekämpft. Kurze Zeit schien wieder alles offen, doch schnell zog Tanne Thalheim von dannen. Fehler in der Abwehr führten zu 7-Meter-Würfen für die Heimmannschaft, die zwar teils grandios von Anja im Tor pariert wurden, doch auch sie kann allein nicht retten, was das Team gemeinsam fabrizierte.
Drei schnelle, gut gespielte Konter der Gegnerinnen über Außen ließen langsam den Ausgang des Spieles ersichtlich werden. Andererseits war das Spiel noch nicht verloren. Weiterhin versuchte sich die SG zu motivieren und das Spiel zu drehen. Die 7-Meter wurden verwandelt, doch den Feldwürfen fehlte teilweise das letzte Fünkchen Glück und die konzentrierte Vorbereitung durch kontinuierlich aufgebaute Spielzüge.

Schlussendlich konnten nur noch Schönheitskorrekturen geleistet werden, indem man Tanne deutlich zeigte, dass man sie nicht kampflos davonziehen lassen möchte. Folglich stellte Trainer Lahr in den letzten 5 Minuten auf Manndeckung um und versuchte so das Endergebnis bestmöglich zu beeinflussen.

Es endete die Partie nach einem Spiel, bei der sich die SG selbst der schlimmste Feind, aufgrund mangelnder Spielübersicht, fehlender Verantwortung und letzter Konsequenz war, mit einem Endstand von 19:16.


Eines ist klar...das soll uns nicht noch einmal passieren! AHU!

Es spielten: Anja (Tor), Tina (Tor), Jule (2), Bea (2), Lisa (2), Susi (1), Resi (2), Steff, Sarah (2/4), Denise, Tanja, Mandy, Melanie, Nine.