SG Lichtenstein-OSV gegen Burgstädter HC


So richtig will der Ball nicht laufen


Vergangenen Samstag hatte die SG Lichtenstein-OSV den derzeitigen Tabellenersten zu Gast. Der Burgstädter HC wurde in der ersten Hälfte vor eine echte Herausforderung seitens der Heimmannschaft gestellt. Doch leider reichte es am Ende erneut zu keinem Sieg, so dass das zweite Heimspiel ohne verdiente zwei Punkte aus der Hand gegeben wurde (14:24).


Den Heimvorteil der kleinen Halle wollten die Frauen der SG neben ihren Trainingseinheiten bewusst für sich und das Holen des Sieges nutzen. Das Team war sich seiner Prüfung bewusst, da der Burgstädter HC sein letztes Spiel mit zwanzig Toren Führung beendete. So leicht sollten die Gäste es dieses Mal nicht haben.
So zeigten die ersten Spielminuten eine Partie auf Augenhöhe. Die Abwehr stand gut, kontrollierte den Kreis und bot dem Gegner eine ernstzunehmende Hürde. Ebenso verlief der Angriff vielversprechender als in den Spielen zuvor und ließ somit ein “Kopf-an-Kopf-Rennen” über die Stationen 1:1, 2:3, 4:4 zu.
Das Aufregendste während dieser Spielphase waren einige Schiedrichterentscheidungen, die für Aufruhr und 7-Meter-Würfe für die Gäste sorgten. So konnte sich der HC zwischenzeitlich mit drei Toren auf 4:7 absetzen. Doch die Einstellung der Heimmannschaft stimmte und sie kämpfte sich auf Gleichstand (7:7) heran und verabschiedete sich mit der Erkenntnis, dass dieses Spiel noch nicht entschieden ist, in die Halbzeit (7:9).


Trainer Lahr stellte in der Pause realistisch fest, dass die Burgstädter mit der Gegenwehr, die sie seitens der SG verzeichnen, nicht gerechnet haben und genau das der Punkt sei, an dem es anzusetzen gilt: weiterhin kontinuierliche Abwehrarbeit und im Angriff den Ball laufen lassen, die Lücken schaffen und dann effektiv durch Einzelaktionen und sauber ausgeführte Spielzüge nutzen. Das Spiel darf nicht aus der Hand gegeben werden - soweit die Theorie.


Praktisch gelang den Frauen der SG ihr Vorsatz leider nicht. Zwar verringerte das Team zunächst den Abstand auf 8:9, musste dann jedoch die Führung zunehmend aus der Hand geben. Dies führte zu einer zweiten Hälfte des Spiels, die leider erneut von Abspielfehlern aufgrund eigener Aufregung, fehlender Kommunikation in der Abwehr und Hektik im Angriff, gezeichnet war. Damit stärkte die Heimmannschaft vergleichbar zu den letzten beiden Spielen passiv ihre Gegner, welche die eigenen Schwächen des Heimteams taktisch für sich nutzten, sich mit 7 Toren deutlich absetzten und am Ende sogar einen Sieg mit 14:24 verbuchten, der definitiv hätte vermieden werden können und insbesondere müssen.

Zusammengefasst präsentierte die SG Lichtenstein-OSV ein weiteres Spiel, dessen Niederlage vermeidbar gewesen wäre, da die Mannschaft ein Potenzial bereithält, das seines Gleichen sucht. Jede Spielerin für sich bietet ihre individuelle Stärke, so dass Soeren Lahr einen facettenreichen und vielseitig aufgestellten Kader zur Verfügung hat. Die größte Herausforderung besteht jetzt darin, all die in sich soliden Zahnräder zu justieren, damit sie optimal ineinander greifen und die Abläufe perfektionieren.
Den Frauen der SG ist klar, dass ihr neues Team derzeit noch in den Kinderschuhen steckt und Kinderkrankheiten, wie sie aktuell auftreten, nicht ausbleiben. Doch das Gute: sie werden zusammen wachsen und zusammenwachsen und dann, liebe Freunde des Handballs, heißt es nicht: Das Spiel darf nicht aus der Hand gegeben werden, sondern es wird wieder gemeinsam ein Teamgeist gelebt: Alles auf Sieg. AHU!


Es spielten: Anja (Tor), Tina (Tor), Jana (4), Jule, Nine (1), Resi (4), Susi, Steff, Susie (2), Bea (1/1), Antje, Stefanie, Nancy, Lisa (1).