HC Burgstädt gegen SG Lichtenstein-Oberlungwitz

Abhaken und weitertrainieren


Letzte Woche noch mit dem Tabellenersten auf Augenhöhe und dieses Spielwochenende weit weg von den führenden Mannschaften. Beim gestrigen Spiel der SG Lichtenstein-Oberlungwitz gegen den HC Burgstädt ging es letztendlich nur noch darum Schadensbregenzung zu betreiben - selbst das wollte nicht gelingen und zeigte sich in einem Endstand von 27:10 für die Gegner.

Die SG war sich vor Spielbeginn bewusst, dass sie es am vergangenen Spieltag mit zwei Gegnern aufnehmen würde: zum einen mit der starken Mannschaft des HC Burgstädt, die zum Rückspiel in ihre heimische Halle einlud und zum anderen mit sich selbst. Wichtige Spielmacherinnen der SG fehlten, die Bank war, trotz des theoretisch umfangreichen Kaders, schmal besetzt und und somit die Rahmenbedingungen nicht die besten. Dennoch blieb das Team optimistisch und setzte sich zum Ziel, auf Sieg zu spielen.

Leider blieb es bei dem Vorhaben und das Team sich selbst ihr schlimmster Feind. Bereits in den ersten zehn Minuten des Spiels zeigten die Frauen des HC Burgstädt, dass sie ihren Gästen nichts schenken würden. Die SG selbst kam zudem nicht ins Spiel. Der Ball lief nicht, die Torgefahr war nicht da und im Abschluss fehlte es ein um das andere Mal am letzten Fünkchen Glück.
Das erste Timeout nutzte das Team folglich, um sich noch einmal zu fokussieren, die Taktik zu detaillieren und sich bewusst zu machen, dass es ein hartes Stück Arbeit würde, aber nichts unmöglich sei. Es stellte sich Kontinuität ein. Die Abwehr fand zurück zur bekannten Leistung und kassierte bis zur Halbzeit nur 11 Tore. Doch leider blieb die Überzeugung im Angriff aus, so dass in dreißig Minuten schwache sechs Tore erzielt wurden.


Die Halbzeitansprache appellierte an den Kampfgeist des Teams. Denn nur mit einer ehrgeizigen Einstellung und dem entsprechenden Biss in Abwehr und Angriff könne man diese Partie noch für sich entscheiden.


Die zweite Halbzeit begann. Die ersten fünf Minuten vergaben beide Mannschaften potentielle Chancen durch Abspielfehler und Fehlpässe. Doch nur die Heimmannschaft fing sich wieder und veranstaltete fortan ein verdientes Schützenfest und gewann das Spiel mit 17 Toren Vorsprung.

Schlussendlich verpasste keiner etwas, wenn er das Spiel der Damen-SG nicht live sehen konnte. Es fehlte dieses Mal leider an allem: dem Zug zum Tor, dem Zusammenspiel, dem persönlichen Ehrgeiz und dem notwendigen Biss.

Nichtsdestotrotz dankt das Team dem spontan eingesprungenen Norbert Wahsenak, der die Rolle des Coaches für das Spiel übernahm und mit viel Glaube sowie innovativen Ideen und taktisch guten Spielanweisungen bis zuletzt versuchte der Mannschaft zu Erfolgserlebnissen zu verhelfen. Ebenso ist der spontane Einsatz, Sarah Bertrams zu würdigen, die trotz gesundheitlicher Probleme ihr Team nicht hängen ließ. Zu guter Letzt gilt der Dank Anja Berger, die einmal mehr im Tor brillierte und zumindest bei einigen Siebenmetern den Gegner vor eine Herausforderung stellte.


In zwei Wochen, am 03.03.2019, werden sich die beiden Teams erneut auf dem Parkett begegnen und um das Weiterkommen in der Pokalrunde spielen. Das Ziel der SG wird dasselbe sein, auf Sieg zu spielen, doch die Umsetzung definitiv eine andere - ganz nach dem Motto: Man trifft sich immer zweimal im Leben. ;) 


Es spielten: Anja, Tina (Tor), Antje, Sarah (3), Denise, Jule , Susi, Bea (1/1), Steff (2), Stefanie, Lisa (3), Mel W., Stefanie.